wissen, was bewegt

Blog

Im Blog berichten wir Bewegendes aus unserer OE-Arbeit in den verschiedenen Beratungsprojekten und von unseren Weiterbildungen. Wenn wir Sie damit ansprechen können dann freut es uns.

 

Einblick in die praktische OE-Arbeit

Die praktische OE-Arbeit ist ein bewusstes Strukturieren und Kultivieren von relevanten Themen, Fragestellungen und Anliegen, um die Organisation, die Führungs- und Zusammenarbeit und das Lernen, auf den Existenzgrund auszurichten.

Ausrichten auf den Existenzgrund
Der Geschäftsführer eines KMU wendet sich an das MCV. Die Sorgen der Geschäftsleitung sind groß: Abgang von Know-How durch starke Fluktuation, Überforderung von Führungskräften und Mitarbeitenden, schlechte Stimmung. Die Umsetzung der Strategie bringt die Organisation an ihre Grenzen. In der Auftragsklärung gibt das Organisationsmodell bereits eine erste Orientierung. Den Beteiligten wird bewusst, dass sich im Grunde alle Strukturebenen der Organisation auf den Existenzgrund ausrichten. In der Auseinandersetzung mit der Strategie, dem Zukunftsbild und den strategischen Zielen für das Kerngeschäft – im Organisationsmodell „Absicht“ genannt, werden Veränderungsziele abgeleitet, erste Entwicklungsfelder zeigen sich, die wir explizit machen und in die OE-Arbeit integrieren.
Strukturieren und kultivieren
In klar strukturierten Sitzungen arbeiten wir mit Prinzipien der Selbstorganisation. So entwickeln wir zu jeder Struktur, mit der wir die OE-Arbeit bewerkstelligen wollen, Zweck und Sinn für die Struktur, beschreiben die Aufgaben und die Kompetenzen als Rechte und Pflichten. Das gibt den Beteiligten Halt und Orientierung. Wir arbeiten mit Check-In und Check-Out, in denen themenbezogene, persönliche Statements angefragt werden. Wir arbeiten bewusst mit dem dialogischen Austausch, mit dem wir eine „Kultur der Auseinandersetzung“ etablieren. Die Sitzungen, Meetings und Workshops werden effektiver, die Akzeptanz ist groß.

In Retrospektiven erarbeiten wir Learnings und integrieren diese in die OE- und Führungsarbeit. Das Organisationsmodell ist inzwischen in allen Sitzungen dabei. Wir wenden es für unterschiedliche Bezugsrahmen an und achten darauf, dass dieser für alle klar ist: Sprechen wir von der bestehenden Aufbau- und Ablauforganisation und ihre Rollen, über die Organisation des OE-Prozesses oder über die Organisation und Kultivierung der Projektarbeit? Die Führungskräfte schätzen das klare funktionale und personale Vorgehen in unseren Sitzungen. Der Übergang von Präsenzworkshops in die coronabedingte Remote-Arbeit gelingt gut. Im virtuellen Raum zeigt sich der Wert der Moderation und des dialogischen Austausches, noch deutlicher.

Wir nehmen ernst was uns begegnet und arbeiten mit dem was da ist. Gehen Hinweisen nach und auf den Grund. Wir achten auf Kulturmuster, die sich als Verhaltens- und Kommunikationsphänomene zeigen. Verallgemeinerungen, klagen, jammern oder alles gut reden, Re-Aktionismus und Überforderung, ebenso wie Freundlichkeit und Offenheit in den Gesprächen. Wir etablieren Räume, in denen sich Führungskräfte und Mitarbeitende mit den relevanten Themen auseinandersetzen können. Die Dialogkompetenz entwickelt sich deutlich weiter. Wir vertiefen sie mit Schulungen zu dialogischem Feedback und für den konstruktiven Umgang mit Spannungen. „Langsam“ ist die richtige Geschwindigkeit für OE, um Führungskräfte und Mitarbeitende nicht zu überfordern, weil das Tagesgeschäft ja immer trotzdem bewältigt werden muss.

Kommunizieren
Herausfordernd wird das Etablieren einer regelmäßigen Kommunikation an alle Mitarbeitenden. Sie erfolgt in dialogisch ausgerichteten Veranstaltungen zu aktuellen Themen der Strategieumsetzung, Veränderungen im Unternehmen und zum Prozess der Organisationsentwicklung im Unternehmen. Wir berücksichtigen die „Stufen der Partizipation“. Den interaktiven Austausch unter den Teilnehmenden fördern wir mit offenen Fragen in den Break-Out-Sessions. Im Plenum werden Anliegen oder Fragen der Mitarbeitenden beantwortet.

Auch wenn diese Form des virtuellen Austausches gut klappt, wissen wir, dass eine face-to-face Kommunikation und die unmittelbare Auseinandersetzung mit den relevanten Themen einen stärkeren Impakt auf alle Beteiligten hat.

Teilhaben und mitgestalten
Die Kulturarbeit, ist auf vier Dimensionen ausgerichtet, die wir in der Gestaltung der Führung und Zusammenarbeit berücksichtigen. Wir fördern bewusst die Entwicklung einer Vertrauens- und Beziehungskultur, einer diversitätsfördernden und sinnstiftenden Kultur. Damit ermöglichen wir das Mensch-sein im professionellen Kontext und erleben Lebendigkeit und Kreativität.

In Workshops arbeiten wir mit Führungskräften, Abteilungen und Teams zu den Veränderungszielen und an der Weiterentwicklung der gewünschten Kompetenzen. Wir laden die Menschen ein, dass sie Mitgestalter*innen und Teilhaber*innen werden. In Meetings, Sitzungen oder Workshops gestalten wir dafür den Rahmen. Mit geeigneten Methoden fragen wir die Teilnehmenden an, gemäß ihren Rollen in „Freiheit und Verantwortung“, Stellung zu ihren Anliegen und Fragen zu beziehen und Mitverantwortung für Entscheidungen zu übernehmen.

Wir orientieren uns an den Stärken der Organisation, an den Kompetenzen der Mitarbeitenden und an guten Erfahrungen, die wir in Retrospektiven explizit und bewusst machen. Rollenkonzepte, Elemente der Selbstorganisation und des agilen Arbeitens oder kollegiale Entscheidungsverfahren sind Teil der neuen Zusammenarbeit und tragen zur Entwicklung von tragfähigen und vertrauensvollen Arbeitsbeziehungen bei.

Organisationsentwicklung wird ein wesentlicher Bestandteil der Führungsarbeit und jeder Rolle im Unternehmen. Wir freuen uns, dass wir das Unternehmen weiterhin, punktuell an wichtigen Weggabelungen begleiten und unterstützen dürfen.

Arbeitsweise
In unserer OE-Arbeit führen wir mit den Kompetenzen des „Personalen Leadership“ und gestalten die Arbeit nach den Prinzipien der systemischen Organisationsentwicklung. Wir arbeiten bewusst funktional und personal. Dabei kultivieren wir das Arbeiten am und mit dem sozialen System, der Organisation, zusammen mit den Menschen, die dafür verantwortlich sind.

 

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