wissen, was bewegt

Blog

Im Blog berichten wir Bewegendes aus unserer OE-Arbeit in den verschiedenen Beratungsprojekten und von unseren Weiterbildungen. Wenn wir Sie damit ansprechen können dann freut es uns.

 

Das Organisationsmodell

Das MCV-Organisationsmodell ist eine der wichtigsten Landkarten für das Arbeiten in OE-Prozessen. Als Metamodell nutzen wir es in jeder Art von Unternehmen und für jede Einheit, mit der wir arbeiten. Wichtig ist, dass der Bezugsrahmen klar ist und die Strukturebenen in ihren Wechselwirkungen verstanden werden.

Das MCV-Organisationsmodell entwickelten Walter Häfele und Manfred Schwarz in den 1970er Jahren. Sie reflektierten ihre Beratungsarbeit anhand der damaligen Leitmodelle und integrierten zunehmend systemisches Denken und Handeln. Das Organisationsmodell ist für uns auch heute noch eine bewährte Landkarte in jeder Art von Veränderungsprozessen.

Im Modell sind sämtliche strukturellen Ebenen repräsentiert, die allen Organisationen gemeinsam sind. Deshalb kann es als Metamodell für jede Art von Unternehmen genutzt werden. Unabhängig von Branche, Größe, Organisationstyp, Kulturkreis oder Organisationsform. Durch das holistische Prinzip (in jeder noch so kleinen Organisationseinheit ist die Organisation immer auch als Ganzes enthalten) ist die Verwendung des Modells für Unternehmen, deren Bereiche, Abteilungen oder Teams möglich. Wesentlich ist, dass der Bezugsrahmen klar ist.

Die relevanten Umwelten

haben einen direkten und indirekten Einfluss auf die Organisation. Neben Kunden, vorhandenen oder potenziellen Märkten sind Lieferanten, Lieferketten, Finanzdienstleister, Rechts- und Wirtschaftssysteme und Wissenschaft, Teil der relevanten Umwelten. Keine dieser Umwelten ist statisch. Vielmehr finden dort permanent Veränderungen statt. Aus der strukturellen Koppelung der Organisation mit den relevanten Umwelten entstehen Abhängigkeiten, Wechselwirkungen, Beziehungen und fordern die Organisation permanent in ihrer Anpassung.

Oberflächenstruktur

In den Ebenen der Oberflächenstruktur sind die faktischen Rahmenbedingungen einer Organisation beschrieben. Sie sind relevant in jeder Art von Veränderung innerhalb der Organisation. Die technisch-wirtschaftlichen Ressourcen sind (faktische) Räume, die finanzielle Ausstattung und alle technischen Grundlagen. Wir zählen auch virtuelle Räume und deren Möglichkeiten und Grenzen dazu. Die Ordnungsebene umfasst alle Funktionen, Strukturen und Prozesse, formal wie auch informell, die jede Organisation braucht. Wenn Menschen über „Organisation“ reden, beziehen sie sich meistens auf diese Ebene.

Tiefenstruktur

Im Existenzgrund wird der Unternehmenszweck (Kerngeschäft), das Selbstverständnis und die Absicht der angestrebten Weiterentwicklung beschrieben. Auf die Erfüllung dieses Existenzgrundes sollen im Grunde alle Ebenen der Organisation ausgerichtet sein. Die Kultur entwickelt sich mit den Menschen, deren Menschen- und Weltbild, Führungs- und Organisationsverständnis und der gelebten Kommunikation. Die Auswirkungen zeigen sich in der Art und Weise, wie eine Organisation nach innen und mit ihren relevanten Umwelten interagiert. Die Tiefenstrukturen können nicht einfach verändert werden. Sie sind das stabilste einer Organisation. Wenn sich in diesen Ebenen etwas ändern soll, ist das nur über einen Entwicklungsprozess zu erreichen. Entwicklung aber braucht Zeit, Raum und Energie.