wissen, was bewegt
08. April 2019

Der Weg ist das Ziel…

Dani Keller, Führungskraft in der IT einer Schweizer Rückversicherung, ist Absolvent des OE-Weges. Er erzählt von Erfahrungen, die ihn als Führungskraft auf das Wesentliche ausgerichtet haben: die Entwicklung von tragfähigen Beziehungen, damit emotional-soziale Prozesse im Change miteinander bewältigt werden können. Nur so kann auch eine Transformation, hin zu einer tiefreichenden Erneuerung des großen Ganzen, gelingen.

„Der Weg ist das Ziel – habt Ihr im MCV das Sprichwort erfunden? Denn (zu)treffender und kürzer könnte man diesen Lernweg wohl kaum zusammenfassen. Ach, was waren wir für ein bunt gemischter Haufen von interessierten, interessanten und individuellen Persönlichkeiten, als wir vor nunmehr 17 Monaten, nicht allzuweit von hier, zum ersten Mal zusammenkamen. Haben uns alle individuell sehr Unterschiedliches und doch auch wiederum für mich, erstaunlich viel Ähnliches vorgenommen.

Nie zuvor, nicht überraschend, nicht mehr seither, habe ich und, so vermute ich, auch lange nicht mehr oder vielleicht sogar nie mehr, werde ich (von persönlichen einschneidenden Ereignissen mal abgesehen) wohl innert so kurzer Zeit bei mir eine so massive Veränderung erleben dürfen.

Ich könnte jetzt wiederholen, wie sehr mich das anfängliche Ankommen und ruhig in mich Gehen, oder wie Ihr es formuliert habt, das „mit mir in Kontakt treten“, mich fast hat explodieren lassen, wegen all der Unruhe, der Gedanken in meinem Kopf – doch ich werde dies nicht tun. Viel lieber möchte ich da beginnen, wo für mich persönlich die magische Veränderung im Modul-#02 seinen Anlauf nahm: Beim gemeinsamen Spaziergang, bei dem wir uns blind unserem Wegbegleiter und stillen Zuhörer (an)vertrauten, zuerst wohl oder übel, mussten und mit der Zeit dann einfach nur dankbar durften…  Auch heute noch kann ich mich gut in diesen Morgen danach zurück- und hineinversetzen. Wie ich da frühmorgens, ganz allein auf der Parkbank sitzend, zuerst eins wurde mit meiner Umwelt und danach mit mir selber. Wie intensiv ich alles um mich herum mit all meinen Sinnen erfassen konnte und sich währenddessen ein zutiefst befreiendes Lächeln über mein ganzes Gesicht ausgebreitet hat.

Der Lernweg danach – das wusste ich sofort – wird nicht mehr derselbe sein, genauso wenig wie ich nicht mehr derselbe bin. Denn, auch wenn ich die unmittelbaren Ziele, die ich mir für diesen Lernweg vorgenommen habe (noch) nicht erreicht habe, durfte ich dank allen Wegbereitern und Euch, meine hoch geschätzten WegbegleiterInnen, in unseren kurzen, aber dafür umso intensiveren Zweiergesprächen,  viel über mich lernen und über das Leben lernen.

Verbundenheit, was für ein großes Wort aber irgendwie auch die logische Konsequenz dafür, dass und wie wir uns hier eingebracht und verletzlich gemacht haben. Wir dadurch ein tiefes Vertrauen aufgebaut und nun diese nachhaltige Verbundenheit geschaffen haben. Fürwahr ein großes Geschenk in dieser von Schnelligkeit, oder wie man heute Neudeutsch zu sagen pflegt, in dieser agilen, virtuellen und von Oberflächlichkeit geprägten Zeit.

Ich werde diese Zeit und Euch nie vergessen und Euch sicherlich auch immer mal wieder vermissen. Auf meinem weiteren Weg werde ich viel in Erinnerungen schwelgen und bei jeder Gelegenheit auf unseren Lernweg referenzieren, darüber referieren und dabei mich selber und andere Menschen motivieren, infizieren, inspirieren und vielleicht ein wenig Mut machen, den eigenen Lebens- und Lernweg bewusster zu gehen, oder sich dessen überhaupt bewusst zu werden und ihn hoffentlich auch etwas achtsamer zu begehen, um letzten Endes damit vielleicht der Einen und dem Anderen ein wenig (An)Spannung zu nehmen, für das was war, ist und das was wird.“

Danke Dani Keller, dass wir Auszüge aus deiner persönlichen Retroperspektive unseren KundInnen und zukünftigen KundInnen zur Verfügung stellen dürfen.