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In unserem Blog findest du Artikel zu Themen, die uns, Kund*innen oder Kolleg*innen in der Arbeit mit Menschen und Organisationen beschäftigen.

Wir sammeln Berichte aus Seminaren und Lernwegen, erzählen von unseren Aktivitäten im MCV-Spirit, MCV Cinema oder von unseren Explore-Workshops.

Auch Gastautoren, deren Denken und Handeln uns anspricht, wollen wir zu Wort kommen lassen.

Wichtig ist uns, dass die Berichte wertvoll sind. Deine Aufmerksamkeit und deine Zeit sind kostbar!

Learning Journey Berlin

Die Learning Journey Berlin starteten wir mit einem Input zu kollegial geführten Unternehmen. Und entschieden uns spontan zu einem Selbstexperiment: Lasst uns diese Arbeitsform während unserer Lernreise in Berlin ausprobieren!

Mein persönliches Eintauchen ins „Nextland“  vom 14. – 18. Oktober 2019

 

PS: Falls du im folgenden Artikel nur Bahnhof verstehst – hier ein paar Links, um ebenfalls ins Nextland einzutauchen:

Check-In: Nein. Hier handelt es sich nicht um das Check-In am Flughafen. Das macht Mann*Frau doch heutzutage längst online. Beim Check-In geht es um eine Austauschrunde im Kreis, wo jeder zu Beginn eines Meetings mitteilt, wie er*sie sich gerade fühlt.

Sarah: «Mir geht es wunderbar! Ich war letzte Woche mit acht Beraterkolleg*innen in Berlin und muss euch unbedingt von dieser Erfahrung erzählen – ich bin immer noch ganz aufgewühlt von all den Loopings im mare digitalis!»

-> Bei holacracy dürfte ich jetzt nicht weiterreden, denn es ist bereits der nächste an der Reihe. Schliesslich sind Meetings nicht zum Plaudern da! Nachdem also jede*r seine Befindlichkeit ausgedrückt hat, kommt die nächste Runde: Themensetzung. Ich bringe folgende Tensions (Spannungen) ein:

ljb-Kreis (learning journey Berlin) und Takeaway box

 

Die Themen werden schön der Reihe nach abgearbeitet:

ljb-Kreis: Wir starteten unsere learning journey Berlin mit einem Input von Bernhard Knecht zu kollegial geführten Unternehmen. Und entschieden uns spontan: Lasst uns diese Arbeitsform während unserer Lernreise in Berlin ausprobieren! Für unser Selbstexperiment bildeten wir den ljb-Kreis mit einem konkreten Zweck und definierten Rollen: Gastgeber*in / Host für die Besuche / Dokumentator*in. Bei jeder Rolle definierten wir Aufgaben und Kompetenzen, wählten eine zuständige Person aus dem Kreis und beschlossen schliesslich mittels Konsent.

Meine aktuelle Spannung: Ich will mehr davon! Lasst uns damit weiterarbeiten!


Takeaway box:
Exgüsi. Damit ist nicht das Essen gemeint. Obwohl es uns kulinarisch an nichts fehlte: Morgenkaffee im Café vis à vis unserer airbnb-Wohnung, mittags Sandwich auf die Hand und abends deutsche Tapas, Nachtessen im Clärchen’s Ballhaus verbunden mit einem Swing oder eintauchen (eher: abtauchen?) in die legendäre Absinth-Bar. Aber dies als Nebenschauplatz (ich komme schon wieder ins Plaudern, sorry). Sondern: Damit sind die Learnings gemeint, die wir vom Eintauchen ins Nextland in Berlin mitnehmen. Meine persönlichen Aha-Effekte sind:

  • Verantwortung erhält im Kontext von Rollen eine neue Bedeutung. Sie wird durch das Rollendenken transparent und ist auf mehrere Personen verteilt, so dass Selbstorganisation überhaupt erst möglich wird.
  • Spiral dynamics kann auf Ebene Mensch und Organisation helfen, Diversität besser wahrzunehmen und als Ressource zu betrachten. Mit dem sogenannten «loop approach» von the dive wird sichtbar, wo Organisationen und dessen Menschen stehen. Den Sprung ins mare digitalis muss aber jeder selber wagen und wie Nextland aussieht, weiss nur die Organisation selbst. Wir als Berater*innen können höchstens Rettungsringe auswerfen und sie vor dem Untergang bewahren.
  • Schlussendlich gibt es nicht DIE eine Lösung oder Methode (scrum, Kollegiale Führung, holacracy, design thinking, Canvas etc.) für agiles und – damit oftmals verbunden – erfolgreiches Arbeiten. Sondern entscheidend ist das Herausspüren: Was brauchen wir in diesem Moment – in dieser Phase unseres Transformationsprozesse – für uns als Organisation, um weiterzukommen?
  • Was alle Methoden auf Nextland gemeinsam haben: Es geht um zentrale Elemente wie sich selbst und andere (als Rolleninhaber*in) zu führen und damit Verantwortung für mich selbst, für andere und für unsere Gesellschaft zu übernehmen. Dies führt uns weg von einem reinen Profitstreben hin zu mehr Sinnstiftung!

 

Meine aktuelle Spannung: Wie gelingt es uns, people, planet and profit in eine gute Balance zu bringen?

Diese Spannungen müsste ich jetzt bilateral lösen. Aber hierzu bräuchte ich eine*n Gesprächspartner*in (wer meldet sich freiwillig?)!

Check-Out: Zum Schluss des Meetings findet wieder – wie eingangs – eine Befindlichkeitsrunde statt.

Sarah: «Die Spannungen sind auch nach dem Niederschreiben meiner Erfahrungen vorhanden. Aber durchaus positiv. Ich habe richtig Lust bekommen und bin total inspiriert, um weitere Loopings zu drehen. Meine Beraterkolleg*innen danke ich herzlich, dass sie mit mir auf dem Berliner Nextland-Jahrmarkt gebummelt haben!»