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20. November 2018

Wo macht der Mensch den Unterschied?

In einem Workshop mit Dozentinnen und Dozenten einer Fachhochschule denken IT-Expertinnen und Experten über die Veränderung der Arbeitswelt nach: Der Einsatz der künstlichen Intelligenz (KI) wird unser Arbeitsleben in einem noch nicht vorstellbaren Ausmaß verändern.

Die Bedeutung des Menschen wird in dem Maße zunehmen, in dem sich diese deutlich von KI unterscheiden: in der Fähigkeit für Bewusstheit und Wahrnehmung auf Basis der geistigen Kapazität und der Körperlichkeit. Diese Unterschiede beforschen Disziplinen wie Embodiment (verkörperlichte Intelligenz) oder Robotic, die sich bereits mit der Phänomenologie (Erscheinungsformen des menschlichen Geistes) befasst.

Japan als führende Robotik-Nation nimmt Menschen und deren Bedürfnisse in die Vision einer neuen, „ultrasmarten Gesellschaft“, die „Society 5.0“ auf und stellt sie in den Mittelpunkt der zukünftigen Entwicklung.

Wo macht der Mensch den Unterschied?

In unserer Arbeit als OrganisationsentwicklerInnen und Coaches arbeiten wir schon seit vielen Jahren nach Prinzipien, die sowohl die Bedürfnisse der Menschen nach wertschöpfender und sinnstiftender Arbeit als auch die vernünftige und kluge Weiterentwicklung der Organisation in den Mittelpunkt stellen.

Wir orientieren uns dabei seit jeher an den jenen Merkmalen, die den Menschen von der Maschine unterscheidet. Unsere leitenden Prinzipien entwickelten sich aus der Systemtheorie, dem Konstruktivismus und der Existenzanalyse:

  1. Organisationen sind soziale, lebende Systeme. Aus diesem Grund verstehen wir Organisationsentwicklung als systemisch-evolutionäres Konzept.
  2. Einzelne Personen und Persönlichkeiten ermöglichen einerseits wesentliche, sogar unvorstellbare Veränderungen und Entwicklungen in Unternehmen und können andererseits Unternehmen in ihrer Entwicklung so begrenzen, dass diese existenziell gefährdet sind.
  3. Organisationen tendieren dazu, in ihrer bestehenden Kultur stabil zu bleiben. Wir arbeiten daher mit der bestehenden Kultur und suchen – phänomologisch (das Sichtbarwerden von Phänomenen in zwischenmenschlichen Begegnungen) nach den wesentlichen Elementen, die zur Weiterentwicklung der Kultur beitragen können.
  4. Die Menschen im Unternehmen sollen ihr Potenzial ausschöpfen und sich beteiligen können. Nur so erleben sie ihr Tun als sinnstiftend. Wir integrieren Menschen in Funktionen so, dass sie ihren geistigen und emotialen Bedürfnissen gerecht werden und Werte-schöpfend tätig sein können.

In den Weiterbildungen des MCV in Form von Seminaren, Lernwegen und Workshops

  • finden Teilnehmende Raum für persönliche Reflektion und Zeit für einen strukturierten Austausch
  • Das dialogische Vernetzen von Erfahrung, Know-How und Wissen führt zu einem Perspektivenwechsel,
  • zu mehr Bewusstheit für die Bedürfnisse und Werte des (eigenen) Menschseins und die Übersetzung in die funktionale Verantwortung.

Der Mehrwert der Weiterbildungen besteht im Prozess der Auseinandersetzung mit neuen Ansätzen und unterschiedlichen Perspektiven. Erkenntnisse werden dabei nicht nur gewonnen sondern auch verinnerlicht.

In den mehrteiligen Lernwegen können sich Führungskräfte und Menschen in verantwortungsvollen Funktionen ein tieferes Erfahrungswissen aneignen:

 

 

  • Im Lernweg „Das Führungsatelier“ kreieren Sie Ihre individuelle Leadershipkompetenz für das Führen in agilen Unternehmen. Sie integrieren funktionale Verantwortung mit persönlicher Wertschöpfung und gestalten damit einen sinnvollen Weg Ihrer Führung von Menschen und Organisationen.
Gabriele Walch